Greifswald – Was wird eigentlich aus unseren digitalisierten Kulturschätzen, wenn sie in die Digitale Bibliothek MV geladen wurden? Also: wie werden sie genutzt und von wem? Die Statistik verrät uns zwar, wie oft sie angeschaut wurden, aber was passiert dann weiter damit?
Tatsächlich werden daraus tolle Folgeprojekte!
In Kooperation mit dem Referenten für Digital Humanities der UB Greifswald, Dr. Fabian Schmitt, hatten wir am 9. Juni Professor Frank Krüger von der Hochschule Wismar zu Gast, der uns das (bereits abgeschlossene) Projekt „SwineBad“ vorgestellt hat. Sein Projektteam hat aus dem Swinemünder Badeanzeiger (1910-1930) die Gästelisten herausgefiltert und stellt diese als JSON-Daten zur Verfügung. So sieht das aus:

Mit Hilfe dieser Daten kann man dann herausfinden, woher die meisten Gäste kamen (Berlin) oder welche Berufe sie hatten (Kaufleute sind recht häufig…). Natürlich finden sich auch – je nach Badeort – berühmte Persönlichkeiten. In Swinemünde war der Künstler Lyonel Feiniger, der gern in die Sommerfrische nach Rügen und Usedom fuhr, mindestens zweimal zu Gast.
Wo genau waren aber die Hotels und Ferienwohnungen, die in diesen Daten erwähnt werden? Das kann man wiederum herausfinden, wenn man diese Daten mit den Daten aus Adressbüchern oder Zeitungen abgleicht. Hier kommen dann wieder wir ins Spiel: dafür benötigt man mindestens die Scans, besser noch auch die automatisch erkannten Texte (OCR) dazu. Die Adressbücher von Swinemünde (Świnoujście) stehen jetzt oben auf unserer To-Do Liste, damit wir auch diese Daten ergänzen können…
(Universitätsbibliothek Greifswald)
PS: Die SwineBad Daten finden sich auf https://github.com/ORDS-MV/SwineBad






