Rechtliche Angaben
Barrierefreiheit
Erklärung zur Barrierefreiheit gemäß § 13 LBGG M-V für den Internetauftritt des Interreg-Projekts „In terris Gryphi“.
Die Universität Greifswald ist bemüht, alle Internetseiten nach § 13 des Landesbehindertengleichstellungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern (LBGG M-V) so zu gestalten, dass sie von Menschen mit Einschränkungen und Behinderung grundsätzlich uneingeschränkt genutzt werden können, so wie es festgehalten ist in der Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern (BITVO M-V).
Stand der Vereinbarkeit mit den Anforderungen
Der Internetauftritt des Interreg-Projekts „In terris Gryphi“ stimmt inklusive seiner mobilen Ausspielansichten zum Großteil mit den Anforderungen der § 13 des LBGG MV überein.
Nicht barrierefreie Inhalte
- Nicht alle Bedienelemente von interaktiven Karten sind über die Tastatur erreichbar oder steuerbar.
- Pop-up-Fenster mit Attributinformationen sind nicht durchgängig für reine Tastaturbedienung ausgelegt.
- Kartendarstellungen als visuelles Medium können nicht mit einem alternativen Text versehen werden.
- Nicht alle Bilder, Grafiken, Karten und audiovisuelle Inhalte sind mit Alternativtexten versehen.
- Es werden keine Informationen in deutscher Gebärdensprache und Leichter Sprache bereitgestellt.
Begründung der Mängel
01Technisch-plattformbedingte Einschränkungen
1.1Probleme mit Tastatur-Navigation in interaktiven Karten
In den interaktiven Kartenkomponenten des Portals sind nicht alle Bedienelemente vollständig über die Tastatur erreichbar. Dies betrifft insbesondere:
- Zoom-Slider und Schieberegler zur Maßstabsänderung
- Werkzeugleisten zur Karteninteraktion (Identifizieren, Messen, Auswählen)
- Pop-up-Fenster mit Attributinformationen
Begründung: Die komplexen JavaScript-basierten Steuerelemente der Kartenanwendung sind in der zugrundeliegenden ArcGIS Enterprise-Architektur nicht durchgängig für reine Tastaturbedienung optimiert. Eine vollständige Behebung würde tiefgreifende Eingriffe in den Quellcode der Standardkomponenten erfordern, die im Rahmen dieses Projekts nicht leistbar sind.
1.2Fehlende oder unzureichende Textalternativen für Karteninhalte
Kartendarstellungen als visuelles Medium können nicht mit einem alternativen Text im herkömmlichen Sinne versehen werden. Die komplexen geografischen Informationen, Layer-Kombinationen und thematischen Darstellungen entziehen sich einer sinnvollen textlichen Beschreibung.
Begründung: Karten sind per se visuelle Informationsvermittler. Die vollständige Übertragung aller in einer Karte enthaltenen Informationen (räumliche Beziehungen, thematische Schichten, Symbologie) in eine textliche Form ist technisch nicht möglich und würde den Zweck der Karte verfehlen.
02Redaktionelle Einschränkungen bei StoryMaps
2.1Fehlende Alternativtexte für eingebettete Medien
In einigen StoryMaps können Alternativtexte für Bilder, Grafiken oder Videos fehlen. Diese wurden von den Autorinnen und Autoren bei der Erstellung nicht oder unzureichend hinterlegt.
Begründung: Die Verantwortung für die Bereitstellung von Alternativtexten liegt bei den redaktionell Verantwortlichen, die die Inhalte erstellen. ArcGIS StoryMaps bietet zwar die Funktion, Alternativtexte zu hinterlegen, jedoch kann die Portalbetreiberin nicht garantieren, dass alle Autorinnen und Autoren diese Funktion korrekt nutzen. Eine nachträgliche Prüfung und Korrektur aller existierenden und zukünftigen StoryMaps ist aufgrund der Vielzahl der Inhalte und der dezentralen redaktionellen Zuständigkeiten nicht vollständig gewährleistet.
2.2Unzureichende Kopfzeilenstruktur in StoryMaps
In manchen StoryMaps könnte die hierarchische Gliederung von Überschriften (H1, H2, H3) nicht korrekt umgesetzt sein.
Begründung: Die korrekte semantische Auszeichnung von Überschriften obliegt den Autorinnen und Autoren. Die Plattform stellt die technischen Möglichkeiten bereit, kann aber eine korrekte Nutzung nicht erzwingen. Bei einer großen Anzahl von StoryMaps und wechselnden redaktionellen Zuständigkeiten können strukturelle Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.
03Komplexität kartographischer Darstellungen
3.1Farbwahl und Kontraste in Karten
Einige Karten weisen Farbkombinationen auf, die für Menschen mit Farbfehlsichtigkeiten schwer unterscheidbar sind. Dies betrifft insbesondere thematische Karten mit abgestuften Farbskalen.
Begründung: Die Wahl der Farben obliegt den Fachautorinnen und -autoren, die die Karten für ihre spezifischen fachlichen Aussagen erstellen. ArcGIS Enterprise stellt zwar Werkzeuge zur Prüfung von Farbkontrasten bereit, die Anwendung dieser Werkzeuge kann jedoch nicht für jede einzelne Karte überwacht werden. Fachliche Anforderungen an die Darstellung können in Konflikt mit Barrierefreiheitsanforderungen geraten.
3.2Verwendung von Symbolen ohne Textäquivalente
In Karten werden häufig Symbole verwendet, deren Bedeutung sich nur aus dem visuellen Kontext erschließt (z. B. Punktdaten mit unterschiedlichen Icons).
Begründung: Die Bedeutung von Symbolen wird in der Legende textlich erklärt. Bei der interaktiven Nutzung der Karte können Screenreader-Nutzer diese Informationen jedoch nur schwer erfassen. Eine vollständige Auszeichnung aller interaktiven Symbole mit ARIA-Labeln ist technisch in der vorhandenen Portal-Infrastruktur nicht für alle Kartentypen umsetzbar.
04Externe Inhalte und Verknüpfungen
4.1Externe Kartendienste (WMS, OWS)
Das Portal bindet externe Kartendienste (WMS, OGC Web Services) ein, auf deren Gestaltung und Barrierefreiheit kein Einfluss besteht.
Begründung: Bei der Einbindung externer Dienste Dritter kann die Portalbetreiberin keine Gewähr für die Barrierefreiheit dieser Dienste übernehmen. Die Kontrolle beschränkt sich auf die technische Einbindung; die Inhalte, Darstellungen und Zugänglichkeit liegen in der Verantwortung der jeweiligen Diensteanbieter.
05Einschränkungen bei Datendownloads
5.1Fehlende barrierefreie Aufbereitung von Geodaten
Die zum Download angebotenen Geodaten liegen in Fachformaten vor (Shapefile, File-Geodatabase, GeoJSON), die nicht für Screenreader erschließbar sind.
Begründung: Geodaten sind primär für die Weiterverarbeitung in GIS-Fachanwendungen bestimmt. Eine barrierefreie Aufbereitung dieser Rohdaten (z. B. als barrierefreie Tabelle oder in alternativen Formaten) ist technisch nicht möglich, ohne den fachlichen Nutzungskontext zu verlassen. Für Nutzerinnen und Nutzer, die diese Daten barrierefrei benötigen, wird auf Anfrage eine unterstützende Aufbereitung angeboten.
06Unverhältnismäßige Belastung
Die vollständige Beseitigung aller genannten Mängel würde eine grundlegende Überarbeitung der Portal-Architektur und eine vollständige redaktionelle Neubewertung aller Inhalte erfordern. Dies wäre mit einem unverhältnismäßigen personellen und finanziellen Aufwand verbunden, der die Möglichkeiten der betreibenden Stelle übersteigt.
Die ArcGIS Enterprise-Plattform wird kontinuierlich weiterentwickelt. Mit jedem Release arbeiten die Hersteller an Verbesserungen der Barrierefreiheit. Die Portalbetreiberin verpflichtet sich, bei Updates der Plattform die jeweils verbesserten Barrierefreiheitsfunktionen zu prüfen und zu implementieren.
Erstellung dieser Erklärung
Erstellt am
4. März 2026
Diese Erklärung wurde am 4.03.2026 erstellt.
Methodik der Prüfung
Selbstbewertung
Die Prüfung erfolgte in Form einer Selbstbewertung.
Zuletzt überprüft
4. März 2026
Die Erklärung wurde zuletzt am 4.03.2026 überprüft.
Rückmeldungen und Kontakt
Wir sind uns bewusst und bedauern, dass der gesamte Internetauftritt die Anforderungen an die Barrierefreiheit nicht einhält. Rückmeldungen senden Sie gern per E-Mail an in-terris-gryphi@uni-greifswald.de oder nutzen die Postanschrift:
Postanschrift
Universitätsbibliothek Greifswald
Projekt „In terris Gryphi“
Felix-Hausdorff-Str. 10
17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1620
Durchsetzungsverfahren
Im Rahmen eines Durchsetzungsverfahrens können Sie die Überwachungsstelle für digitale Barrierefreiheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern einschalten.

